Facebook-Faszinosum: das Schneemann-Prinzip

Facebook-Faszinosum: das Schneemann-Prinzip
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Facebook-Faszinosum: das Schneemann-Prinzip

© Lupo / pixelio.de

Nicht erst seit gestern befasse ich mich nun mit der Welt der Social Media. Richte Plattformen für Unternehmen und Institutionen ein, erstelle und betreue die Inhalte, vernetze die Online-Präsenzen. In der Regel mit Erfolg. Die jeweilige Plattform ist bunt und gehaltvoll, der Duktus zielgruppenspezifisch, der Content auf Interaktion ausgerichtet – kurzum die Fans kommen und sind aktiv. Und doch: ab und an Kopfzerbrechen…

GRÖSSTE MÜHEN, ABER: KEINE BEACHTUNG.

Die größte Mühe investiere ich in Postings. Mache mir Gedanken zu sinnvollen Meldungen, attraktiven Veranstaltungstipps und anschaulichen Fotoalben. Recherchiere Hintergrundinfos und interessante Links, stelle Fotoalben und Bildunterschriften zusammen. Immerhin sollte der Auftritt auf Facebook & Co. dem User ja einen Mehrwert bieten. Oftmals finden jedoch gerade diejenigen Postings, hinter denen der größte Aufwand steckt, nur geringe oder sogar keine Beachtung.

UND DANN: DER SCHNEEMANN.

Ein Branchenkollege, der eine Fanpage mit mehr als 3.500 Fans betreut, erzählt mir, dass die meisten jemals erreichten „Likes“ ein schlichtes Bild betrafen. Zu sehen war ein Schneemann, noch nicht einmal besonders hübsch. Aber fast 200 Fans mochten ihn. Auch der Gruß zu Ostern, Weihnachten oder Neujahr sorgt garantiert für einen Sturm der Begeisterung. Als „Candystorm“ wird die Lobeswelle in der Fachsprache bezeichnet.

DAS GEHEIMNIS: SO NAHELIEGEND WIE SIMPEL.

Denn wofür steht etwa Facebook? Für „ein soziales Netzwerk, das Menschen […] verbindet“. Und was eint Menschen wohl mehr als ihre größten gemeinsamen Nenner wie Festivitäten oder eine grenzübergreifende Bildsprache? Soll nicht heißen, dass Social Media-Inhalte ausschließlich auf Grußfloskeln und Spaßbilder ausgerichtet sein sollten. Aber es schadet nicht, sondern nutzt vielmehr, in Abständen Postings nach diesem Prinzip einzustreuen. Nennen wir es das Schneemann-Prinzip. Oder besser „Snowman-principle“ – um im Duktus zu bleiben.

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