Patientenmagazin: der ideale Dreiklang am Krankenbett

Patientenmagazin: der ideale Dreiklang am Krankenbett

Patientenmagazin: der ideale Dreiklang am Krankenbett

Kliniken buhlen mehr denn je um die Gunst der Patienten. Eine Kundenzeitschrift im Krankenhaus muss deshalb vieles sein: unterhaltsames Magazin, informative Hausbroschüre und eleganter Imageprospekt. Für Agenturen, die sich auf Corporate Publishing spezialisiert haben, bietet die eierlegende Wollmilchsau für die Hospitäler jede Menge Potenzial.
Wettbewerb – lange Jahre war dieser Begriff in deutschen Krankenhäusern nahezu unbekannt. Es war die Zeit, als der Ruf des Chefarztes genügte, um die Betten zu belegen. Diese Tage sind passé. Die Neuordnung des Gesundheitswesens hat die Kliniken vor eine völlig veränderte Situation gestellt: Sie stehen in Konkurrenz zueinander und treffen auf selbstbewusste und mündige Patienten, die Leistungen, Angebote und Preise vergleichen.

HERAUSFORDERUNG KRANKENHAUS-MARKETING

Beim Versuch, Profil aufzubauen, stoßen Ärzte und Klinikmitarbeiter indes schnell an ihre Grenzen. Sie sind keine PR-Spezialisten, und sie haben während ihres beruflichen Lebens auch nie welche benötigt. Bis sich in den Krankenhäusern die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass es ohne eine funktionierende Marketingabteilung, ohne Broschüren und vernetztes Denken nicht mehr geht, vergingen Jahre. Heute aber führt daran kein Weg mehr vorbei. Und Hauszeitschriften sind ein exzellentes Mittel, um die Patienten bei Laune zu halten – wenn sie den Gesetzen der Medienwelt folgen.

Beispiel Das Magazin des Universitätsklinikums Freiburg. Das alle drei Monate erscheinende Heft ist eine Weiterentwicklung seines Vorgängers amPuls und bekam vom Offenburger Corporate Publishing-Dienstleister Kresse & Discher im Vorjahr eine Blutauffrischung verpasst. Es wird nun in einem vergrößerten Format (200 x 307), auf hochwertigerem Papier und mit einem großzügigeren Layout veröffentlicht und entspricht so dem Qualitätsanspruch des Universitätsklinikums. Dass sich zudem die wichtigsten Beiträge auch online finden, versteht sich von selbst.

REPORTAGEN STATT SEITENLANGER REFERATE

Die Zeiten, als vorwiegend mit bordeigenen Mitteln realisierte Publikationen noch bieder und hausbacken daherkamen, sind also vorbei. Fotokopierte Lose-Blatt-Sammlungen haben sich zu geschmackvoll gestalteten Magazinen gewandelt. Und auch die Inhalte wurden auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt: Statt seitenlanger Referate mit charmanten Überschriften wie „Schmerzfrei und mobil durch die Biozement-Kyphoplastie“ (visavis, Kreisklinik Fürstenfeldbruck) oder „Chirurgische Therapie zur Gewichtsreduktion im Adipositaszentrum Gera“ (Klinikfenster, SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach) gibt es nun Tipps zum Klinikalltag, Informationen über neue Therapieansätze oder Reportagen von der Arbeit in der Großküche zu lesen.

GEDRUCKTER WEGWEISER DURCH DEN KLINIKALLTAG

Häufig tritt das Gedruckte als Dreiklang aus aktuellem Magazin, Hausbroschüre und Imageprospekt auf. Der Grund liegt auf der Hand: Viele Patienten sind zum ersten Mal im Krankenhaus und fühlen sich unsicher darüber, was mit ihnen geschieht und wie sie sich verhalten sollen. Sie benötigen gerade zu Beginn gut aufbereitete Orientierungshilfen – im Idealfall einen gedruckten Wegweiser durch den Klinikalltag.

Auch die Medizinwirtschaft hat die Entwicklung registriert. „Diese Medien interessieren uns durchaus“, sagt etwa Helmut Schäfers von Bayer Health Care. „Allerdings sind wir an die Vorgaben des Heilmittelwerbegesetzes gebunden und dürfen deshalb nicht für verschreibungspflichtige Medikamente werben.“ Man werde die Möglichkeiten sondieren. Dass die Kliniken „sich landesweit eindeutig zum Wert dieses Mediums bekennen“ sei „ein gutes Zeichen“.

HOHES POTENZIAL – MIT DEM RICHTIGEN KNOW-HOW

Fazit: Professionell gemachte Patientenmagazine geben den Krankenhäusern die Möglichkeit, sich angemessen zu präsentieren. Aber: Der Teufel steckt im Detail. Verlags-Knowhow ist bei der Anzeigenakquise und beim Vertriebskonzept gefragt, journalistische Kenntnisse sind erforderlich, um dem Blatt inhaltliche Konturen zu geben. Schließlich konkurriert jedes Magazin am Krankenbett mit den großen Publikumszeitschriften. Innerhäusig sind diese Projekte deshalb nicht zu stemmen. Corporate Publisher finden hier in Zukunft ein vielversprechendes Betätigungsfeld.

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One Response to Patientenmagazin: der ideale Dreiklang am Krankenbett
  • Theresia de Jong

    Ja, das sehe ich ganz genau so. Für Patienten macht es in der Tat einen großen Unterschied, ob sie sich in der Klinik gut aufgehoben fühlen, oder eben allein gelassen. Eine gut gemachte Klinik-Broschüre oder -noch besser – ein regelmäßig erscheinendes Magazin, das aktuell über die verschiedenen Fachrichtungen, neuen Entwicklungen und Erfolge (!) berichtet, kann wesentlich dazu beitragen, den vielzitierten Unterschied zu machen. Zufriedene Patienten genesen besser, und das spricht sich rum. Die positiven kommunikativen Kräfte im Haus zu bündeln – dazu eigenet sich ein solches Magazin wirklich hervorragend.