Augen auf: Mit Google Business View zu mehr Sichtbarkeit

Augen auf: Mit Google Business View zu mehr Sichtbarkeit

Michael Pletziger ist Geschäftsführer von Ubilabs, einem Spezialisten für interaktive Kartenanwendungen, das mit seiner Ausgründung HereCo das Produkt WeAreLocal entwickelt hat. Dahinter verbergen sich 360°-Panorama-Aufnahmen, die mit einer speziellen Software erstellt und mit „Business View“ verknüpft werden. Die Google-Technologie findet etwa im Bereich Tourismus-Marketing Verwendung, um eine Stadt oder ein Unternehmen besser im Web zu positionieren. Wir haben mit Pletziger über das Potenzial von Business View und die Authentizität von Bildern, die Kooperation mit Google, Schnittstellen zwischen On- und Offline-Welt und Regionalisierungstendenzen gesprochen.

Michael Pletziger

Sein Unternehmen HereCo erstellt unter dem Namen „WeAreLocal“ 360°-Panoramen für die Nutzung auf Google Business View: Geschäftsführer Michael Pletziger im Interview.

(Fotos: © Andreas Burmann)

Frage: Wenn Sie eine Stadt noch nicht kennen, googeln Sie sie dann, bevor Sie hinfahren?

Michael Pletziger: Ja klar, wegen meiner beruflichen Beschäftigung bin ich ein intensiver Google Maps-Nutzer. Ich versuche, Beispiele für Panorama-Aufnahmen zu finden, etwa Photo Spheres von der Stadt, also von Usern erstellte und hochgeladene 360°-Panorama-Bilder. Dabei fällt auf, dass sich deutsche Städte noch nicht lange mit ihrer Sichtbarkeit im Internet auseinandersetzen. Die Frage ist, wie sie sich darstellen müssen, um wahrgenommen zu werden.

Angenommen Sie stellen fest, dass eine Stadt nicht oder nur wenig sichtbar ist im Netz – welche Ideen kommen Ihnen, wie sich dieser Fakt ändern ließe?

Wir arbeiten bei Ubilabs seit etwa acht Jahren mit interaktiven Kartenanwendungen, meist im touristischen Bereich, und haben schon viele Ideen entwickelt und umgesetzt. 2011 haben wir eine Software für Cityportale erstellt, die Städte dazu benutzt haben, sich als eine zusammengehörige Einheit darzustellen. Die verschiedenen Leistungsträger – ob Geschäfte oder touristische Anbieter – haben alle Informationen in diesem Portal eingepflegt. Das gleiche Prinzip verfolgen wir mit den Google-Anwendungen mit dem Unterschied, dass Informationen hier nur einmal eingepflegt und dann in verschiedenen Anwendungen genutzt werden können.

Wie hat Ihr beruflicher Werdegang Sie mit Google-Anwendungen in Kontakt gebracht?

Ich habe Design studiert und vor zehn Jahren meine erste Firma gegründet. Seitdem hat mich das Thema interaktive Kartenanwendungen interessiert. Dann kam Google mit der Vorstellung der Google Maps API, die als Basis dient für interaktive Kartenanwendungen. Seitdem widme ich mich zusammen mit drei Compagnons intensiv diesem Produkt. Es kann im Kontext Tourismus, Marketing, User-Aktivierung oder auch zur Visualisierung von Daten für die unternehmensinterne Nutzung eingesetzt werden.

Woher kannten Sie Business View?

Durch einen Japan-Aufenthalt 2011. Wenn man die Sprache nicht spricht, kann man sich auf dieses Land nicht anders vorbereiten, als Google Maps und die Suche zu nutzen. Zum Beispiel sind viele Hotel-Webseiten nur auf Japanisch. Um mich zu orientieren, habe ich mich auf Google Maps nach einem Hotel umgeschaut und stand plötzlich mittendrin. Ich fand das total cool! Ich konnte mir ein Bild davon machen, wie das Hotel aussieht und habe es gebucht. Stichwort Customer Journey – genau so ist es bei mir gewesen. Ich habe mich informiert, inspirieren lassen und daraufhin die Buchung vorgenommen. Auf dem Weg zur Entscheidung lagen die 360°-Panoramen.

Allerdings gab es zum damaligen Zeitpunkt Business View nur in Japan und den USA. Als dann im vergangenen Sommer die Pressemitteilung erschien „Google Bussiness Photos jetzt auch in Deutschland“ war mir klar: Das ist eine perfekte Ergänzung zu unserem Portfolio! Ich habe sofort meine Ansprechpartner bei Google kontaktiert und gesagt, dass wir dabei sein wollen.

Auf Seite 2: über die Kooperation mit Google

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