Frank Buschmann: Vom Basketballer zur eigenständigen Medienmarke

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Frank Buschmann: Vom Basketballer zur eigenständigen Medienmarke

Um Sport ging es ihm immer. Zunächst als Aktiver, dann als Berichterstatter. Frank Buschmann hat in der Medienwelt vieles ausprobiert und ist weiter auf der Suche nach neuen Ideen. Im Mittelpunkt: Menschen und gute Inhalte.

Man kann ein Buch schreiben. Oder TV-Sendungen kommentieren. Diverse Social Media-Kanäle betreuen, durch die Welt reisen und Interviews führen oder einen erfolgreichen YouTube-Channel bedienen. Man kann aber auch alles auf einmal machen. Frank Buschmann ist so ein Beispiel für Kommunikationstalente, die sich jedweder Spezialisierung widersetzen und mit Freude den nahezu unendlichen Möglichkeiten der Medienlandschaft begegnen.

„BUSCHI“ BRINGT ALLES MIT, UM ZUR EIGENEN MARKE ZU WERDEN

EiswuerfelWie macht der das alles? Zunächst einmal mit Leidenschaft für die Inhalte, ehrlichem Interesse an anderen Menschen sowie deren Geschichten und einer großen Portion Sprachwitz. Frank „Buschi“ Buschmann bringt alles mit, was benötigt wird, um sich von der Masse abzusetzen und Stück für Stück zur eigenen Marke zu werden. Es ist zwar durchaus die Regel geworden, dass Herausgeber, Chefredakteure und Autoren per Twitter-Account eigenständig in Erscheinung treten; doch die Herangehensweise von Buschmann ist von viel größerer Konsequenz geprägt. Dauerpräsent, immer ansprechbar – und stets authentisch.

„Die Liebe zum Sport“ war und ist dabei Buschmanns Antrieb. Auf die Einsicht, trotz einer passablen Entwicklung als Basketballer perspektivisch davon nicht leben zu können, folgte der Entschluss, über Sport berichten zu wollen. Ganz klassisch zunächst im Hörfunk und beim Fernsehen als Kommentator bei Basketball- und Fußballspielen, später auch für Stefan Raab oder den ZDF-Fernsehgarten und nicht zuletzt als Sprecher für die FIFA-Videospielserie. Derzeit kommentiert er Spiele der Fußball-Europa-League, der Basketball-Bundesliga, der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL und ist auch bei „Schlag den Raab“ nicht wegzudenken (wenngleich im Dezember die letzte Sendung ansteht).

„IN MEINEM VIRTUELLEN WOHNZIMMER ENTSCHEIDE ICH!“

Und dann sind da noch die Social Media. Frank Buschmann kommentiert, antwortet, bezieht Stellung – aus Überzeugung und mit der ihm typischen Leidenschaft. „Social Media sind eine tolle Möglichkeit, sich mit Fans auszutauschen.“ Bewusst nehme er sich dafür viel Zeit: „Die ist erforderlich, wenn man es ernst nimmt – wenn man die Leute ernst nimmt!“ Dass einige dabei die gute Kinderstube vernachlässigen, lässt den 50-Jährigen nicht kalt. Mit allen Kommentaren und Posts setze er sich grundsätzlich auseinander, aber „bei Beleidigungen, falschen Unterstellungen und Drohungen wird von mir ganz einfach blockiert. Es ist mein virtuelles Wohnzimmer; da entscheide ich, ob und wie sich ein Gast daneben benehmen darf.“

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Buschmann ist mittendrin im Medienwandel. Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass Stars geboren werden, die ausschließlich via YouTube Bekanntheit erlangen? Der gebürtige Bottroper erwartet noch ein längeres Nebeneinander der Bewegtbildformate: „Das TV ist längst nicht tot! Unterhaltung und große Sportereignisse finden auch in den nächsten zehn bis 20 Jahren im TV statt.“ Die neuen Medien gäben aber die Chance, mutiger zu sein. So könnten auch Sportarten, die nicht Fußball heißen, neue Chancen bekommen.

ERGFOLG IN DEN SOCIAL MEDIA: ABHÄNGIG VON IDEEN UND CHARAKTER

„In vielen Bereichen werden die Grenzen auch verschwimmen“, erwartet Buschmann. „Am Ende hängt der Erfolg immer an Ideen und Charakteren, egal auf welcher Plattform.“ Content eben, in der gesamten Branche lange schon als elementarer Faktor ausgemacht. Die Marke „Buschi“ hat Erfolg: Über 80.000 Follower bei Twitter, 321.000 Fans bei Facebook, dazu 49.000 Abonnenten und fast fünf Millionen Aufrufe bei YouTube. Buschmann zeigt, dass es sich lohnt, gerade auch online konsequent aktiv zu sein. Umtreibt ihn die Sorge, von der täglichen Kommunikationslawine irgendwann überrollt zu werden? „Solange das Feuer brennt, mache ich weiter. Im Moment habe ich das große Glück, selbst bestimmen zu können, wie viel ich wo mache.“ Dafür sei er „unendlich dankbar“, betont der Autor des Buches „Am Ende kackt die Ente“, das einen autobiographischen Ritt durch Buschmanns dynamische Mediengeschichte unternimmt.

Das Beispiel zeigt: Wer sich bewegt, kommt an. Interesse an Neuem, Gespür für Menschen und Geschichten, dazu der Mut zu polarisieren und ein Riecher für mediale Entwicklungen – das alles sind beste Voraussetzungen, um im alltäglichen Mahlstrom noch wahrgenommen zu werden.

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